pimp myspace
Samstag, 19. Mai 2007
Freitag, 4. Mai 2007
Angelhaken
Letzte Woche sollte ich geritten werden und mein "Herrchen" hat beim Putzen festgestellt, das aus meinem After eine Angelschnur hängt, an dem ein Pferdeapfel von mir hängt. Beim Versuch diese Schnur herauszuziehen stieß er dann auf Widerstand. Also wurde unsere Tierärztin angerufen, die dann auch umgehend kam.
Sie brauchte etwa eine Viertelstunde, um festzustellen, das sich ein Angelhaken an meinem Schließmuskel im Darm verhakt hatte.
Gott sei Dank, sie konnte diesen Haken dann entfernen, ohne das irgendwelche Komplikationen auftraten.
Ich hatte mich in letzter Zeit gewundert, das das "Äppeln" recht schmerzhaft war, aber das ist jetzt vorbei.
Woher soll ich als Pferd auch wissen, das man Angelhaken nicht fressen kann.
Viele Grüße
Willhy
Freitag, 13. April 2007
"Die richtigen Pferde nach vorne" (letzter Teil)





Hut ab vor allen reitenden Menschen und den zwangsläufig beteiligten Pferden. - Tag 3
Der letzte Tag. Schon um zehn geht’s weiter. Menschen wie Pferde haben sich, so scheint es, ans Wanderreiten gewöhnt. Ab und zu teilt sich die Gruppe - "die richtigen Pferde nach vorn!" und bestimmte Etappen werden trabend oder töltend oder galoppierend genommen. Ab und zu wird eine kleine Pause an einem Bach gemacht wo die Pferde trinken können. Marlboro-Mann, du bist arbeitslos! - Die Fuchsschlucht! Links und rechts in den Böschungen ein Fuchsbau neben dem anderen. Ein unwegsamer, steiniger Pfad, über den sich hierzlande wandernde Niederländer beschweren würden. Nicht so Don Pedro: Bedächtig setzt er einen Fuß vor den anderen, ich halte uns die tiefhängenden Äste vom Pelz. Eine steile Böschung: Die Kleinen hüpfen mit eigenartigen Sprüngen hoch; Lucky hinterher. Benimmt sich so ein dreißigjähriges Pferd? Guter Don Pedro. Den Rest dieses Wanderrittes verbringe ich sinnend über die Einheit, die zwischen Mensch und Pferd möglich sein kann und die ich in diesen drei Tagen zu erahnen
begonnen habe. Ich stelle fest, daß es wohl keine Freizeitbeschäftigung gibt, die von Mensch und Tier so viel Verantwortungsbewußtsein, Mut, Vertrauen, Fleiß und Geduld fordert. Dank meines vierbeinigen Kumpels konnte ich auf diesem Ritt einen Teil dieser Eigenschaften weiterentwickeln. Allerbester Don Pedro!
(Der Bericht wurde nicht von mir verfasst, sondern von einer Mit(st)reiterin. Aber genauso ist es gewesen!!!!)
Montag, 9. April 2007
"Die richtgen Pferde nach vorne" (Teil 3)
Nachdem Pferd und Mensch sich ein ausgiebiges Frühstück genehmigt haben, geht es anderntags gegen 11 Uhr los. Zunächst zu Fuß in den Ort Gimborn, wo Schützenfest und schon jede Menge los ist. Musik, Menschen mit und ohne Bierflaschen, Karussells..... und wir sollen samt Pferd mittendurch. Lucky blinzelt mich unter halbgeschlossenen Lidern an ("war nicht schlecht unser Kraftfutter heute, nich?...") während Charlene sich die Szenerie mit geweiteten Augen betrachtet. Da will sie nicht durch. Das kann sie sich noch nicht einmal ansehen! Sofort zur Stelle sind eifrige Kirmesbesucher mit Bierflasche und jeder Menge Pferdeverstand, die hilfreich eingreifen wollen. Wir beschliessen, keine Hilfe zu benötigen und schlagen
einen anderen Weg ein. Ein Quarterhorse lahmt und nachdem es nach dem Einlaufen nicht besser wird, beschliessen Quarterhorses samt Reiterinnen, nach Hause zu fahren. Schade
jetzt sich wir nur noch 12. Die Kirmesszene hat mich nachhaltig beeindruckt und in mir all meine nur unruhig schlafenden Ängste auf einen Schlag geweckt. Und ich bin nicht die einzige: Der Warmblutstute Kim scheint es ähnlich zu gehen: Auch sie nimmt an ihrem ersten Wanderritt teil und wie mir behagt ihr heute alles nicht mehr so recht: Die vielen, fremden Pferde, der vorgegebene Schritt, wo sie doch gerne mal ein bißchen aufdrehen würde. Außerdem ist ihr die Landschaft völlig fremd: Sie kommt aus dem Flachland, wo es nur Sandboden gibt und die Bäume, falls vorhanden, kaum größer als 3 Meter sind. Außerdem findet sie heute diese Islandpferde mit ihrem Getrappe höchst seltsam, mithin zusätzlich aufregend. Kim hält sich lieber unter großen Pferden auf. Aber auch dort lauern Unannehmlichkeiten in Gestalt von Charlene, die alle anderen Pferde, ob männlich oder weiblich, gnadenlos angiftet...... hoffentlich, denke ich mir, unterlässt sie weitere Ausfälle gegen Lucky..... Dies soll eines meiner Mottos des Tages sein. Heute sind es nämlich gleich mehrere: Hoffentlich kommt jetzt keine Strasse..............ich wird's doch wohl rüberschaffen......huch - Stacheldraht!............ Lucky lässt sich jedoch von mir Greenhorn nicht beeindrucken und zeigt den Kleinen, was man unter Trittsicherheit versteht. Guter Don Pedro! Erst nach der großen Pause kann ich wieder einigermaßen entspannt an die Sache herangehen und spüre plötzlich die ganzeReitbuchthermologie, vereint in einem einzigen - meinem - 154 cm großen Körper! Die Gesäßknochen! - und wie es ist, nicht in der Hüfte einzuknicken! - und lange Beine! - federnde
Fußgelenke! - Die Offenbarung schlechthin! Wir sollen aber noch einige Stunden dieses Tages auf dem Rücken unserer persönlichen Nutztiere verbringen, die unbeirrt weiter durch die Gegend stapfen. Davon gibt es hier übrigens eine Menge, wie mir jetzt auffällt: Grüne, von Flüßchen durchzogene Täler, bewaldete Bergkuppen, steinige Waldpfade, unzählige verschiedene, nie gesehene und - huch! giftige ...Lucky wird doch wohl nicht....- Pflanzen, malerisch gelegene Dörfchen und Pferde, Pferde, Pferde, die interessiert unsere Karawane beäugen. Wann sind wir da? Bloß noch über diesen Berg und über jenen. Sollen wir ein bißchen traben? Gerne, wenn nur Charlene es zulässt, daß Lucky hinter ihr drängelt ............. Auch ein Tag voller Besorgnis um eigentlich nichts findet sein Ende und nach einem abschließenden Fußmarsch sind wir am Ziel in Lindlar. Hier warten wieder üppig begraste Koppeln auf unsere Pferde. Skol verzichtet sogar zugunsten der Nachbarschaft mit seiner neuen Liebe auf eine Luxuskoppel. Kim hat derweil Probleme: Wie wälzt pferd sich bergauf? Nach einem 8-Stunden-Ritt können wir uns ins Hotel verziehen. Mein Hintern schweigt müde, aber zufrieden. Meine Füße behaupten, Blasen zu haben.
Samstag, 24. März 2007
"Die richtigen Pferde nach vorne..." (Teil 3)
Am nächsten Tag verladen wir Lucky und Charl.... äh...... mit den Pferdeanhängern hatte Charlene seit jeher Probleme, die sich in der letzten Zeit jedoch gebessert haben. Heute aber ist sie wieder starrsinnig und nicht zu bewegen, dieses Teil zu besteigen. So bleibt sie zuhause und nur Lucky fährt mit zum vereinbarten Treffpunkt mit den anderen. Die trudeln auch
langsam ein: 2 Quarterhorses, ein Warmblut, 2 Isländer und ein Ägidienberger mit ihren dazugehörigen Frauchen. Sehr schnell - viel zu schnell - sind alle gerüstet und los geht's! Ohne Barbara, die mit Charlene von zu Hause aus wegreiten und die Gruppe gegen Mittag treffen soll. Gisela, die schon zum vierten Mal dabei ist und das Konzept der Zick-Tours mitentwickelt hat, soll die Gruppe bis dahin führen. Sie reitet ein sehr sympatisches und, wie sich herausstellen oll, recht eigensinniges Islandpferd namens Katia.
Die Wanderritte von Horse Events führen nie über Straßen, sondern immer durch Feld, Wald und Wiesen. Es werden jedoch Strassen überquert und so müssen die teilnehmenden Pferde verkehrssicher sein.Die Zick-Tour sollte ursprünglich Zeckenritt heissen, weil die erste Auflage davon im Zeckenwonnemonat Mai stattfinden sollte. Barbara Neuber stellte fest, daß es einen Bedarf nach gemütlichen Wanderritten gab, die nicht durch großen sportlichen oder sonstigen Ehrgeiz gezeichnet sein sollten. Dieser Bedarf besteht vorwiegend bei Frauen und so wurde aus den Zeckenritt der Zickenritt. Lucky macht das! < hat Barbara tags zuvor zu meinen Zweifeln wegen seines fortgeschrittenen Alters gemeint. Mit gemischten Gefühlen behalte ich Don Pedro scharf im Auge um ein drohendes Zusammensacken rechtzeitig zu bemerken und schnell vorher abspringen zu können. Aber: Nichts da! Auch nach zwei Stunden schreitet er munter aus und ist glücklich wenn er vorne gehen kann. Doch auch gegen eine Stellung in der Mitte der Kolonne oder am hinteren Ende scheint er, im Gegensatz zu anderen keine Einwände zu haben. Guter Don Pedro! Lediglich wenn's bergab geht geraten wir ein bißchen ins Hintertreffen, weil hier die alten Gelenke nicht mehr ganz so mitmachen. Sobald aber der Hügel geschafft ist, macht sich das Tier daran, die anderen einzuholen.
Graspause. Hatte ich mir vorgestellt, daß Wanderreitpferde einfach gehobbelt werden, während sich die Reiterin ihren gebackenen Bohnen und Fachgesprächen über Mustangs widmet, so muss ich diese Phantasie schnell begraben. Meditierend verbringe ich eine ruhige halbe Stunde neben Lucky, der immer dann, wenn ich mich gerade hingesetzt habe, der Meinung ist, daß das Gras woanders doch grüner ist. Und ich kann doch einem wildfremden Pferd nicht gleich am ersten Tag vorschreiben, wo es zu grasen hat! Nach der Pause sitzen wir wieder auf und Lucky macht sich schon mal auf den Weg (> Du kannst Don Pedro zu mir sagen<). Die anderen bleiben in der Ferne zurück, Lucky schreitet forsch voran; er kennt den Weg. DURCHSETZEN scheint angebracht und es gelingt auch halbwegs. Nach einer halben Stunde erreichen wir den
vereinbarten Treffpunkt mit Barbara und Charlene. Die Pferde werden angebunden und Peppi, der sehr sympatische Islandwallach beginnt, verbotenerweise, einen Baum zu benagen. Die Menschen können ihr Lunchpaket öffnen und sich hinsetzen..... man sitzt ja sonst nie......
Nach einer weiteren Stunde im Sattel erreichen wir das Forsthaus Kümmel, Lucky's Heimat und unsere Herberge für diese Nacht. Charlene ( die Blöde ) kann diesen Ritt nicht ohne Rabatz ausklingen lassen und trifft mein armes,altes Pferd feste unters Kinn. Ich werde morgen besser aufpassen!
Barbara und Hermann Neuber haben für die Gastpferde Einzel- und Doppelkoppeln
in der Wiese abgesteckt. Nachdem alle Pferde gut versorgt sind und sich sogar
eine Freundschaft zwischen dem sehr sympathischen und unterwegs oft durstigen
Islandpferd Skol und der hübschen Warmblutstute Kim anzubahnen scheint,
können die Menschen die Füße hochlegen. Meinem Hintern geht es ganz gut.